Huey Walker (Photocredit: Martin Hiller)

► Interview: Martin Hiller im Gespräch mit Martin Holz


[…] Immer auf der Suche nach dem ewigen Loop. Die Musik als Folge von Tönen und Tonwechseln, von über-, nach und nebeneinander gelegten Schallfrequenzen, von katzenhaft getatzten Akkorden, von orchestral in alle Richtungen schwemmendem Brei: all das – und dessen Ohr, Bauch und Herz bewurmende Qualität – irgendwie einfrieren als leiernde Schleife, die im eigenen Osszillieren ein Eigenleben entwickelt. Der schleifenschleifbedingte Abrieb, die physikalische Arbeit im Sound, die Körnung und Struktur bringen dann die Variation. Man denke nur an die bis zum Zerschleiß gehörten Mix-Kassetten aus der Jugend, auf denen heute – zerzehrt von tausend Bandsalaten – oft nur noch ein schmirgelhaftes Resterauschen flimmert, das dabei jedoch in sehr deutlichem, unverrauschtem Maße konkrete Gefühle und Erinnerungsmomente, innere Zustände triggert. Die Romantik des Kaputtgehens. Matschiger Zauber und Klangfarbfeldmalerei. Vom Feeling her ein Gefühl wie ein Gedicht von Frank O’Hara, umgesetzt von Andy Kaufman […]


► Huey Walker live in der Pilotenküche und bei Madame Claude


Zurück von der wohlverdienten Runterbringerauszeit zum Jahreswechsel im dänischen Jütland (siehe Photo), fällt es gar nicht so leicht, vom Neujahrskater, der – gedanklich und gefühlt in loser Anlehnung an ein Stück der Gruppe Britta – vom Februarverdruß in die Märzmelancholie und dann die Aprilapathie usw. hinüberschwappt, wieder in den tagtäglichen Trieseltrott zu finden. Huey Walker live in […]