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Zonic Radio Show Nord: Martin Hiller im Studio von radio 98eins

Zonic Radio Show Nord, 25. April 2013 – Schorsch Kamerun, Fraktus, Kollektiv Barner 16, Justus Köhncke, Knarf Rellöm u.v.a.m.

Neues von Schorsch Kamerun, Fraktus und dem Kollektiv Barner 16, Tocotronic im Remix durch Egotronic. Dazu Elektronisches und Eklektizistisches aus verschiedenen Ecken. Dazwischen Gelesenes von Christian Kracht und Heinz Strunk. Zonic Radio Show Nord Do. 25. April 2013, 20 Uhr radio 98eins (livestream) danach für zwei Wochen in der Mediathek der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern nachhörbar Playliste …

Rewind, Repeat, Re-Up! – Zonic Radio Show Nord als Archiv

Zwischen 2005 und 2015 gestaltete und moderierte Martin Hiller verschiedene Sendungen auf radio 98eins. Das Kernformat, die Zonic Radio Show Nord scherte sich nicht um musikalische Stilgrenzen und moderative Eingängigkeit. Musiken und Moderationen wurden zu endlosen Sätzen verschachtelt, Musik wurde auf unsachgemäßen Geschwindigkeiten abgespielt, lange Drone-Passagen ebbten wortlos ineinander, zusammengenäht mit zerbeulten Samples aus Filmen …

Martin Hiller im Gespräch mit Schorsch Kamerun: Jugend – Distinktion, Dissidenz und DIY

[…] Die Jugend muss heutzutage also eine ganz schön anstrengende Zeit im Leben sein. Alles kann, nichts muss, aber alles am besten gleich auf einmal. Wo liegt da noch der Punk begraben? Oder gibt genau dieses öde, mediokre und so gar nicht virile, weil von Erwachsenen erdachte, der Nachkommenschaft als mediales Flimmern hingegossene Jugendbild den Nährboden für eine weiteren Bestand der Ideen des Punk? Gibt diese viel verfluchte Leistungsgesellschaft, die gern auch mal mit einem Augenzwinkern („Feiern ist das neue Arbeiten“) in ihre eigene Bigotterie blinzelt, nicht gar ein gutes Feindbild her? Gibt es zwischen den pflicht- und zielbewussten Jugendlichen da irgendwo noch ein paar richtige Hänger, deren leistungsunlustiges Rumhängen ein Rumoren schaffen kann? […]

Review: William Basinski – „A Shadow In Time“

[…] Das Werk Basinskis funktioniert ein Stück weit auch über seine schillernde Person. Ein bisschen wie eine Mischung aus einem Glamrock-Superstar und einem Show-Magier im Glitzerhemd schaut er ja aus, wenn er da so live versunken vor seinen Tonbandgeräten steht und über die dort entwehenden Klangfolgen zu wachen und zu meditieren scheint. Ja, er überlässt in seinen Stücken viel dem Zauber. Die sich selbst zersetzenden Bandschleifenloops auf „Disintegration Loops“ sind kaum mehr als, in alte Bandmaschinen eingespannte und in endlosen Wiederholungen laufende Bandschleifen. Auch auf „A Shadow in Time“ behält er dieses technische Setup bei. Es bandschleift hier abermals in markantem Magnetbandklang.
Eine von Basinskis Hauptaufgaben in seinen Kompositionen ist also das Finden des optimalen Loops. Er ist hier also der Selektor. Irgendwie sind wir somit auch beim Soundsystemischen und beim Dub — und damit wieder beim Magician, beim Wizard of Loops. […]

Review: Massimo Pupillo, Alexandre Babel, Caspar Brötzmann ‎– Live At Candy Bomber Studios Vol.1

[…] In all dem Wechselspiel aus Anspannen, Loslassen, Zerren, Reißen und Dehnen, Sehnen und Suchen ist all dieser wunderschön wummernde Lärm natürlich letztlich auch eine Meditation. Eine Musik, die von innen heraus sich schält, dann draussen ist, dort fremd und ängstlich erstmal, deshalb laut und wütend scheint, aus seinem tiefsten Inneren aber Krach und Kraft, und damit eine freundliche, in ihrem Wüten sonderbar gesunde Art von Lebendigkeit ausströmt. […]

Review: Philipp Priebe – „The Being of the Beautiful“

[…] Wiegenhaft plätschernd und in housigem Schunkel präsentiert es sich hier: das Being of the Beautiful. Das Wesen des Schönen und das Schöne und auch das Sein als Solches – mein Sein, dein Sein, irgendjemandes Sein, alles soll ein Sinnsein sein! — finden hier in unaufdringlicher Sanftheit eine Musik gewordene Entsprechung. Das erwähnte Technoseepferd wird hier zu einem House-Einhorn, einem edelschimmelweißen, feenhaften Ding, das da unten im Meer deiner salzigen Träume seine Runden zieht.

Schönheit, das vergessen oftmals ja viele, hat nämlich nichts mit Lautheit zu tun, ist nicht irgendein vordergründig präsentes Blenden, kein brüllposauniges, bürzelwackelndes Poserding, viel eher eben ein sedimenthaftes Schimmern und Funkeln — klandestin und sublim, Resultat einer Kunst der Zurücknahme und Weglassung: Minimal, weißt! […]

Review: Kreidler – „Tank“

[…] Wo Kreidler früher Wochen und Monate schraubten, bis es angemessen frickelte und klackerte, sollten die Justierungen und Präzisierungen bei Tank Teil des Aufnahmeprozesses sein. Kreidler beleben und bestücken hier als Groovemaschine die Räume und Frequenzen der Tracks. Die Instrumente navigieren sich durch allerlei Effektgeräte, nehmen Abzweigungen über fernere Umgehungswege und stoßen wieder in den Lauf der Klangstraße. Autobahn in kraftwerkschem Sinn also, klar. Und am Firmament die spitzen Lichter einer kalten Nacht in dieser Computerwelt, auch klar. Kreidlers Sound ist jedoch in belebter Weise angegrünt, vernebelt und zusammengeschoben. Die sechs Stücke auf Tank sind in ihrer sortierten Bestimmtheit ein vorwärts gerichteter Kraftschub, Entladungen komprimierter Energien, moosiger Retrofuturismus und infernalischer Cosmic-Funk. Der Basslauf verleiht dem ersten Stück New Earth eine ungreifbare Schwere, wie ihn auch die Einstürzenden Neubauten mit ihren mechanisch-monströsen Instrumenten Marke Eigenbau entfachten. Aus diesem düsteren Gerüst bäumen sich kreiselndes Rauschen und flächige Synthetikstreicher auf. Polyrhythmisches Geklacker bringt schimärische Leichtigkeit in diesen paranoiden Traumdurchmarsch. So geht es in allen Stücken: In bester Call&Response-Manier schichten sich die live gespielten Sequenzen und Patterns aufeinander. Ein großer Grundpuls bestimmt in allem die Richtung. […]

Mutter – „Der Traum vom Anderssein“

[…] Um die Gruppe Mutter herrscht seit Gründung eine Art Kennerkult. Der strahlt so sehr als Mythos aus dem Feuilleton, den Kennergesprächen und den Independent-Zirkeln heraus, dass der Musik von Mutter immer der Eindruck des Sperrigen und Schwierigen vorauseilt. Das ist in dem Sinne schon Quatsch und bigott, da es die Annahme einschließt, das Kennen, das Feuilleton und der Independent seien erstmal irgendwie verquast, schwierig und sperrig. Komische Welt. Aber so handeln die Menschen nunmal: sie versuchen die Dinge, die sie umgeben in ihre Lebens-, Gemüts- und Gefühlswelten einzuordnen. Ein sehr einfacher Weg ist hierbei etwas im Spiegel von etwas anderem zu sehen, etwas als Abweichung zu deuten. Küchentischphilosophisch weiter gedacht meint das: Die Andersartigkeit, das Anderssein beschäftigt die Menschen. Mal pubertär als Gefühl nicht irgendwohinein zu passen. Dann als etwas, wovor man sich fürchtet, als angstmachendes Unbekanntes. Und ein anderes Mal ist das Anderssein ein Traum – ein Wunsch, ein Ideal, ein Wolkenbruch aus Möglichkeiten, der multimedial und dauernd über den Menschen abregnet. Das bringt manche Menschen an den Rand des Wahnsinns, weil es ihnen die Selbstsortierung und die Identitätsfindung so erschwert. Aus diesen Unsicherheiten in der Sorge um das eigene kleine Scheissglück entstehen bei Menschen Desillusion, Phlegma und ein taubes Gefühl von Ortlosigkeit. Bei anderen Menschen erzeugt es Feindseligkeiten, Hass, Kriege, Mord und Todschlag. Wieder andere lässt das alles kalt oder es gelingt ihnen, mit einem komplizierten System aus Dumpfheit, Ignoranz, Selbstherrlichkeit und Gleichgültigkeit drumherum zu kommen, sich unnötig viele Gedanken über sich und die Welt, die sie umgibt zu machen. Über all das – den menschlichen Irrsinn und wie man ihm begegnet – berichtet die Musik der Gruppe Mutter seit 30 Jahren. Ihr neues Album vertont in acht Stücken auf 53 Minuten diesen „Traum vom Anderssein“. Mal lieblich, ätherisch als in Shoegaze gewandete Weltdeutungswolken, dann wieder wummernd – nah am Frühwerk der Band – als brüllende, kaputte, alte, saure Hoffnung. […]

Review: Christiane Rösinger – „Lieder ohne Leiden“

[…] Rösinger reimt „Heiterkeit und Depression“ auf „Das kommt halt vor, das kennt man schon“ und dichtet sich und ihrer Hörerinnenschaft damit eine erträglichere Welt zusammen. Der Moment des Melancholischen wirkt auf Menschen, die diese edelste aller Gemütssorten nicht kennen, sie verdrängen oder einfach plump und ohne Nachfrage durch ihre empfindungsarmen Tage stolpern (wegen keine Zeit, keine Lust oder sowieso alles egal), erstmal spleenig, sperrig, ja fast „verkopft“ und schwierig. Das ist natürlich Quatsch. Christiane Rösingers Lieder sind mindestens ebenso kopf- wie herzlastig. Zwischen abwinkender Miesepetrigkeit, lustvollem Genörgel und „irgendwie süßem Wühlen in Vergeblichkeit“ (Lassie Singers, 1996) singt Christiane Rösinger immer noch über – so hieß auch mal ein Album von Britta – „Das schöne Leben“ zwischen Lieben und Leiden, zwischen Lustprinzip und lästigen Pflichten, zwischen kreativem Tun und prekärem Herumgekräpel. „Glück ist keine Bürgerpflicht“ singt sie und geht noch einen Schritt weiter und betont: „Glück und Liebe gibt’s gar nicht“. Das Wettern gegen die blöde alte Tante Love als Konstrukt zur Mehrsamkeit, Lebensbewältigung und Leidensaufteilung unter den Teilnehmern dieser Love ist mittlerweile ja eine Art rösingersches Trademark. Bei ihr ist Liebe und was da so an Suchen, Sehnen und Strampeln dranhängt, oft auch Grund für allerlei Zwist und Unbill im Leben. Einerseits ganz persönlich, als Traurigkeit, andererseits auch als Skepsis am gesamtgesellschaftlichen, zwischenmenschlichen Irrwitz. Als Betroffenheit, die sich fragt: „What the heck, was soll der Stress / Mit dem Pursuit of Happiness“. Hieran hängen natürlich – neben all den „uneingeladenen Gefühlen“ (Lassie Singers, 1996) – dann auch Diskurse um Gentrifizierung, Heteronormativität sowie lohn- und leistungsorientierter Arbeitswelt In „Wo bleibt der Mensch“ vom 1996 erschienenen Album „Hotel Hotel“ sangen die Lassie Singers mal – gewohnt kühn im Versmaß – „Ich habe kein Geld und weil ich nicht fremdbestimmt arbeiten will, wird das auch so bleiben“. Heute, zwanzig Jahre später, besingt Christiane Rösinger ein „Lob der stumpfen Arbeit“. Im so benannten Song klagt sie über den „Fluch dieser Tage“ und meint damit als „kreative Plage“ den lästig fremdbestimmtem Kunst- und Selbstverwirklichungswahnsinn, der einem von den Medien, den Mitmenschen oder einfach der eigenen, inneren Manie so vorgetanzt wird. Viel schöner, weil auf kürzerem Wege sinnstiftend, ist doch da die ehrliche Arbeit: „Müde all des Geschwätzes / Such ich was Handfestes / Statt ’ne neue Platte / Pflanz ich Blumenrabatte“ singt Christiane Rösinger. Als Musikerin, Schriftstellerin, ehemalige Labelbetreibern, gelegentliche Pop-Autorin und als Flittchenbar-Veranstalterin weiss sie, wovon sie spricht. Sie jammert jedoch nicht, sie stellt fest und gibt Empfehlungen. Und das macht sie – die Melancholie ist eine launige Natur – natürlich auch mit Drolligkeit und texttüchtiger Schläue. „Sich selber promoten / Das gehört verboten“ singt sie und betont „verboten“ in der zweiten Silbe ebenso englisch wie „promoten“.[…]

Judith Schalansky – Verzeichnis einiger Verluste (Suhrkamp Verlag, 2018)

[…] Man muss nicht zwingend faktisch oder physisch weg, sondern kann auch einfach verloren in den Mahlströmen der Geschichte; abhanden gekommen im wilden Getriebe der dahinrieselnden Zeit; Opfer der Umwälzung von Trends und Moden geworden sein; statt als eine Markierung in die Geschichte, einfach wie eine ungegossene Blume eingegangen sein – wie jene, ihren Zenit überschritten habende, Greta Garbo bei Schalansky. Und das – dieses Unbedeutendsein – scheint gerade heute, in Zeiten des ins Unendliche und Bodenlose tendierenden Bedeutungsgewimmels von immer mehr, immer angehäufteren, immer tiefer miteinander verkuppelteren Zeichen, Hashtags und Sinnhaftigkeitsanzeigern, eine bestimmende Sorge, ein Luxusproblem der Menschen zu sein: Der kleine, durch sein öd-analoges Leben leiernde Mensch will doch auch mal unter den Top-Results im digitalen Daten-Feed der Keywords und Kategorien stehen. Wenn doch nur mal ein Ausschnitt aus dem eigenen Leben so viral ginge, wie letztens das Video mit der Ziege und dem Hund … . Die Mehrung von Daten und Information führt folgerichtig zu einer Immerweiterarchivierung, die mithin verschiedene Fragen zu Systematiken und Ordnungen heraufbringt, womit man letztlich sogar in ethische und moralische Bezirke kommt: was gehört ins Archiv und wenn ja in welches und warum überhaupt genau? Und ist ein gut gehashtagter, nachdenklicher Spruch schon ein halber Wittgenstein oder muss man doch noch mal ran und sich ein ganzes Traktat um den flotten, suchmaschinengerechten Spruch herum ausdenken? […]

Zonic Radio Show Nord, 02. April 2014 – Die Heiterkeit und Co.

Vor rund zwei Jahren, anno 2012 brachte Die Heiterkeit ihr erstes Album „Herz aus Gold“ heraus. Seit der vorangegangen EP aus dem Jahr 2010 hatte das Trio um – damals noch – Stefanie Hochmuth, Stella Sommer und Rabea Erradi einen milden Rummel um sich verursachen können. Songs über Müdigkeit, Schwärmerei… Nach den ungeschriebenen Gesetzen der Indie-Credibility …

Zonic Radio Show Nord, 31. Oktober 2013 – Lullabies for Lou

Die Zonic Radio Show Nord sendet nach Phlegma-, äh Semesterpause jetzt wieder live! Auf neuem Sendeplatz, jetzt nur noch eine Stunde kurz. Man hat ja schließlich auch noch andere Dinge zu tun (Phlegma…)! Dieses Mal – leider eh klar – eine Ausgabe zum Thema Lou Reed. Mit Songs des jüngst Verstorbenen und angedrahteten (Cover)versionen von Christiane Rösinger …

Zonic Radio Show Nord, 08.11.2012 – Unsternsche Kosmen, Fraktus-Reunion, Basinski-Suppensounds

Verdrehungen und Verquircksungen, Halbwahrheiten, Lügen, Fakes und Mockumentaristisches liegen derzeit hoch im Trend. Hans Unstern nennt sein neues Album „The Great Hans Unstern Swindle“ und strickt eine spleenige Vorabpromotion mit verwirrenden Pressekonferenzen und quatschigen Fehlinformationen drumrum. Die acht Stücke des abermals auf Staatsakt erscheinenden Zweitlings des Bärtigen treiben die Sprachdichte von „Kratz Dich raus“ noch …

Zonic Radio Show Nord: Martin Hiller im Studio von radio 98eins

Zonic Radio Show Nord, 26.04.2012 – Märchenwesentliche Mehr&Meerwertmusik

Liebe Läutenden, liebe Geläuterten, liebe macht blind und liebe Leute, Folgendes, so hören Sie: In den jungen Maibuchen hängen die letzten wohligen Klagesounds des ausgehenden Aprils. Ein leiser Mülltütenwind sammelt sie ein und schickt sie flockig ins Tal. Viskos und schwärmlich rollen sie schlosswärts, einige kalonkern unbeholfen unter Eulenaugen in den Seitenströmen mit, blind und …

Zonic Radio Show Nord, 02.02.2012 – „A Bird in the Chimney and a Stone in my Bed“

Kälteeinbruch, Frost, Skandal! Bibbernd schlottern Frierende durch die Eis gewordene Märchenwelt. Ein Märchen mit frostgebeulten Fellzwergen, Schneehirschen mit dampfendem Atem und zähneklappernden Eisfeen. Zeternd werden Kinder in Thermojacken und Fäustlinge verpackt. Die Wangen der saufenden Supermarktwächter pulsieren adrig. Vorm Einkaufsladenparkplatz schrubbt einer ächzend fiesen Reif vom Fenster seines alten Viereckvolvos. Die Jahreszeit der Industrial-Mucker: Frosthärte, …

Zonic Radio Show Nord: Martin Hiller im Studio von radio 98eins

Zonic Radio Show Nord, 19.01.2012 – Interplanetarische Luchsöhrchenlounge

Heute am Radio: aufmerksame, vom langen Regentag ganz dampfige Zuhörerchens (wenn man gerade nicht gendern mag, einfach diminuieren!) mit lieblichen Luchsöhrchen, die etwas von den Sternen (neues Mini-Album), von der Spree/Krems/Elbe/Elfenbeinküste (Couper Decaler électronique), Klänge aus der interplanetarischen Robotik-Kosmothek, ramdösigen Wiegenliederlärm sowie exclusive Behind-The-Scene-Einblicke in die Recording Session des Schwips&Gospel-Begleitungschors der Donkey Princess erlauschen möchten. …

Zonic Radio Show Nord, 05.01.2012 – Donnergekuppelter Rückverzauberungs-Shoegaze in der Schaltplanschmiede

Nachdem alle Vorsätze zur neujährlichen Eigenerquickung und alle Belebtheitsversuche in einem mehrtägigen Silvesterkater zersumpft sind, kann es nun dann doch endlich losgehen mit 2012. Das in allerhand Belangen seltsam zerfranste Jahr 2011 taucht in der ersten Zonic Radio Show Nord des neuen Jahres auch nocheinmal auf und kommt mit nachgeschobenen Veröffentlichungen diverser Protagonisten der experimentell-elektronisch …

Zonic Radio Show Nord: Martin Hiller im Studio von radio 98eins

Zonic Radio Show Nord im Herbst wieder regelmäßig on Air

Wer kennt das nicht? Man kennt das ja: es ist Herbst, man murmelt sich zuhause ordentlich ein. Mit den krummen Verwandten, Knabberspaß und sogar dem trägen, alten Sabberhund bezieht die Familie Stellung vor dem Entertainmentempfangsgerät. Da drin: die Unterhaltungsrakete mit Wettergarantie. Die zündet immer. Hausfriedenstifter und Streitschlichter selbst an den düstersten Wintersamstagen. Wo eben noch …

Vinyls von Trouble Books & Mark Mcguire, Talon's

Zonic Radio Show Nord, 01.09.2011 – Kahle Outsider-Blues-Skelette, Cosmic Neu- und Alt-Folk … und Mäuse

Der Herbst, diese Herrenstrumpfhose unter den Jahreszeiten, raschelt sich mal wieder in seiner gedeckten Buntheit in die Straßenzüge. Kinder mit Riesentornistern zerwühlen leidenschaftlich die geharkten Blätterhaufen am Wegesrand, morgens hängt Nebel über den Regenrinnen und Igelfamilien scharwenzeln betulich durchs müllbehangene Wegesrandgestrüpp. Die Zonic Radio Show Nord mit Martin Hiller begeht am heutigen Tage eine kastanienduftige, …

Zonic Radio Show Nord: Martin Hiller im Studio von radio 98eins

Zonic Radio Show Nord, 21.07.2011 – Eine moosbedeckelte Regentonne aus Klang

Die fröhlichen Lachsalven der Lampionumzüge ziehen über’s Land. Lastwagen werden gelöscht, letzte Ladungen erreichen den Hafen. Als parallaktisch verrauschtes Zeitlupenscreening zieht Landschaft als rauschige Bildwirbel am Fenster entlang. Spätnachmittags fahren wir raus aufs Land. In einem Canned Heat’schen Sinne „going up the country“ und die ganze Zeit besoffen sein. Am Ententeich schieben die Technokids, Mischgetränke …

Zonic Radio Show Nord, 07.07.2011 – Schmetterlinge, Stillstehsongs und synthesizered Moondog-Interpretationen

Mercury Rev, diese Schmetterling gewordene Ehemalsabspaltung der Flaming Lips, veröffentlicht ihr stilistisches Wandelalbum „Deserter’s Songs“ von 1998 in zwei Editionen neu. Das Deluxe Re-Issue enthält neben dem Originalalbum eine Bonus-CD  mit raren Stücken: B-Seiten, Demos, Remixe, so Zeugs. Die musikalische Pracht des funkelnden Cinematoscopia-Pops von anderer – gesangsbefreiter – Warte heraushebend, erscheint das Album zudem …

Andreas Dorau buttert kunterbunte Todesmelodien aufs Pumpernickel

Zonic Radio Show Nord, 23.06.2011: Unruhige Gewittertiere, Kafkakonstrukte und Todesmelodien

Liebe Leute aus der interessierten Mittellosenschicht, heute Abend strahlt eine neue Ausgabe der Zonic Radio Show Nord mit Martin Hiller durch die angeschlossenen Umwandler und Empfänger. „Diesen Satz im Kopf von Kafka…“ (Flowerpornoes) Kafkaesk, dieses latent überstrapazierte Prädikat aus dem Literatur- und allen anderen Kulturbesprechungsgeschäften wird nun gerne mal herausgeholt, wenn irgendetwas Bedrückungsmomente oder Entfremdungspotentiale …

Dirk von Lowtzow: "Tod In Theben" (Dial, 2011)

Zonic Radio Show Nord, 26.05.2011: Donkey Princess mondsegelt, Dirk von Lowtzow gniedelt doomig, Battles ballern Tropic-Math-Funk

Heute Abend ist wieder Zeit für die Zonic Radio Show Nord. Die ganze Familie versammelt sich am Radio. Die kleine Annemieke schnattert schon ganz aufgeregt und unterzuckert vor sich hin. In der Küche blühen frühe Tulpen, die Katze schleicht um Omas Bein, die Kinder werden aus dem Garten gerufen, die Mülltonne riecht jetzt immer etwas, …

Zonic Radio Show Nord: Martin Hiller im Studio von radio 98eins

Zonic Radio Show Nord, 12.05.2011 – Themendrift von Nordischer Klang nach Nieswandt

Eine Sendung mit Themendrift in Richtung Nordischer Klang. Außerdem: Rocko Schamoni, Matthew Cooper und Hans Nieswandt auf boshaft streng limitierter Remix-12″ zum Allstar-Projekt Die Zukunft. Hören Zonic Radio Show Nord 12.05.2011, 20 Uhr radio 98eins Nachhören Die Sendung ist für unbestimmte Zeit in der Mediathek der Medienanstalt M-V hier nachhörbar. Playliste Studio Braun – Die …

Ellenschneider im Ikuwo, 09.04.2011 (Photo: Jan Metschorin)

Zonic Radio Show Nord, 14.04.2011: You Need Friends – Not Diskos, Little Wings & Penguin Café Orchestra

Aufgepasst, die Sache mit dem Frühling geht jetzt ernsthaft los! Die Zeitumstellung ist längst überwunden und die verlorene Stunde wieder nachgeschlafen. In diese jetzt länger werdende Abendhelligkeit fällt an diesem Donnerstag eine bis zum Bersten aller Blumenbeete gefüllte Zonic Radio Show Nord. Mit vielen neuen Veröffentlichungen – einige klingen als hätten sie so auch schon vor …

Zonic Radio Show Nord, 31.03.2011 – Disco, Dub, Diskurs Reloaded

Aufgrund der losen Nachfrage wird heute um 20 Uhr nochmals die „Disco Dub Diskurs“-Ausgabe der Zonic Radio Show Nord ausgestrahlt. Rahmentlich verortet im Release des aktuellen Albums „24/7“ von Die Sterne, wird sich angedrahteten Hamburg-Projekten von damals bis heute gewidmet. Ausserdem geben sich Bands von Suicide über Jacques Palminger bis To Rococo Rot die Klimperklinken …

John Fahey - Volume 6: Days Have Gone By (1967)

Zonic Radio Show Nord, 17.02.2011: Größenwahn, Autotune-Affinitäten & gebeutelte Sinuswellen

Andreas Dorau, dieser gecke Beau, sich edel bewegend zwischen Ata Tak-Avantgarde, neckischem Blaumeisenpop (vgl. hierzu den von ihm vertonten Text „Blaumeise Yvonne“ von Wolfgang Müller) und angenehm stumpfem 90er-Eurodance bringt im Juni, sechs Jahre nach „Ich bin der eine von uns beiden“, sein neues Album heraus. Es trägt den wahnwitzigen Namen „Todesmelodien“. Der erste Vorgeschmack nennt sich „Größenwahn“. Namen …

Hans Unstern, fotografiert von Tanja Pippi

Zonic Radio Show Nord, 09.12.2010 – Rauskratzrückblicksrevue mit Thomas Meinecke und Hans Unstern

Bevor es am 23.12. so eine Art Weihnachtssingles-Sondersendung der Zonic Radio Show Nord zu hören gibt, wenden sich die heutigen zwei Radiounterhaltungsstunden noch einmal der tonal gesendeten Akkumulation aktueller Jahresausklangs-Veröffentlichungen sowie auch einer Jahresreflektion zu, die diverse Sendevorkomnisse der vergangenen 12 Monate noch einmal Revue passieren lässt. Thomas Meinecke im Koeppenhaus Im Januar las Schriftsteller, …

Zonic Radio Show Nord, 11.11.2010 – Sinuswellen, Störgeräusche und Selbstverschlapphutung

Wie an jedem Donnerstag in den ungeraden Wochen knistert auch heute wieder eine Zonic Radio Show Nord durch den Äther. Heute mit sphärischem Ambientgefriemel, zerhacktem Gefrickelgefriemel und blumig-swingendem Primelgefriemel. Ein gewisser Friemelfaktor ist da nicht abzusprechen. Three:Four Records Das Franko-Schweizerische Label Three:Four Records aus Lausanne veröffentlicht seit noch nicht einmal zwei Jahren in reger Betriebsamkeit …

Christiane Rösinger "Songs Of L. And Hate"

Zonic Radio Show Nord, 21.10.2010 – Songs Of L. And Hate

Die Zonic Radio Show Nord verändert ihren Sendeturnus und sendet ab jetzt im Zweiwochentakt an den Donnerstagen der ungeraden Kalenderwochen. Zwischen zwei Wochen sammelt sich natürlich einiges an. Und so kommt es in der heutigen Sendung zu dem, was man gemeinhin als Genre-Clash bezeichnet – übertellerrandig und hinter Horizonte kriechend. Songs über das böse L****-Wort …

Eine Ausgabe der Zonic Radio Show Nord unter dem Motto "Esel Listening" - Cover-Sampling-Teaser

Zonic Radio Show Nord, 12.08.2010 – Esel Listening

Tiere, wer kennt sie nicht, diese zuweilen eigenwilligen Vielfältler der Evolution. Eine rhetorische Frage? Eine Frage, deren Antwort sofort als leserinnenübergreifende Leser-Denkblase sich über jedem Leser auftut? Richtig! Jeder kennt sie! Viele mögen sie. Man bestellt Felder mit ihnen, manche bestellen sie gebraten im Restaurant und andere halten sie zu Hause, zur Belustigung. Klar, dass …

Zonic Radio Show Nord, 05.08.2010 – Liquors And Telescopes

Im Umzug, im Wegzug, im Verzug: Fertigstudierte, Wolkenbrüche & die Post im Briefkasten. Es sperrmüllt da draußen im Power-Schauer. Ein regelrechter Regal-, Staubsauger-, Stuhl- und Lampenladen auf den Gehwegen. Die einen möbilieren sich in den alten Vierwandsresidenzen neu, die anderen ziehen fort in andere Städte und werden Konzernleiter, Amtsärzte und Bachelor-of-Arts-Arbeitslose. In der Sternwarte kartiert …