Claudius Loik und Martin Hiller machen seit Jahrzehnten ihre Lieder, Texte und Sachen an den Rändern der breiteren Wahrnehmung.
Vor mehr als 20 Jahren haben sie sich in Greifswald nur ganz knapp verpasst. Der eine zog für einen Neuanfang weg in die große Stadt, der andere kam aus Berlin zum Studieren hierher. Bisher hat keiner einen akademischen Abschluss. In allen Bereichen beschritten die beiden Lofi-Bonvivants stets die Stolperpfade neben den Wegen und wurschteln sich einkommensschwach, aber willensstark durch ein Leben als Cocktail aus Jobs, Schulden und dem Brennen für die eigene Musik und das Schreiben.
„Arm, aber reicht“ – unter dieser aus Zeitnot aus der Luft geschnappten Überschrift tauchen die beiden Underground-Überflieger nun unter allen Radaren hervor und treffen sich, um zu lesen, zu reden und Lieder zu singen.
Claudius Loik hat hunderte Lieder in dutzenden Veröffentlichungen auf seinem Label „Froh und Munter Records“ in die Welt gesetzt und hat nun ein autobiografisches Buch geschrieben.
Martin Hiller stellt derzeit sein drittes Buch fertig und arbeitet, nach experimentalmusikalischen Eskapaden, wieder an alten Songs für sein Label „Kwaunder Keun“.
Im Falladahaus kommen die beiden Freunde im Rahmen des Literaturfrühling Greifswald endlich wieder in echt zusammen und geben sich Klänge und Klinken in die Hände. Es geht um Exzesse früherer Jahre, um Pfandflaschen und Pfändungsverfügungen, um das Glück der Elternschaft, um persönliche Dramen, Abhauen und trotz allem Dranbleiben.
Ihre Texte sind lebensnah, radikal ehrlich und manchmal auch einladend komisch in ihren unverfroren warmherzigen Melancholien.
Und wäre „arm“ nicht vielleicht das falsche Wort? Immerhin haben wir – mehr als knietief im Dispo – Flyer drucken lassen! Wir werden drüber reden: am 11.04.2026 im Falladahaus Greifswald.
Eintritt 3 / 5 Euro.
Danke!




